Arthroskopie
Am Fuß werden am häufigsten das obere (OSG) und untere Sprunggelenk (USG) sowie das Großzehengrundgelenk gespiegelt (arthroskopiert). Über 1-3 kleine Stiche (0,5-1cm) werden eine Optik und dünne Operationsinstrumente unter Spülung mit physiologischer Lösung in das Gelenk eingeführt.
Das Gelenk wird genau inspiziert, vorhandene Schäden können je nach Ausmaß sofort versorgt werden: Bei Veränderungen an der Gelenkschleimhaut (Entzündung, Narbenzügel) werden diese entfernt. Sollten sich Knochenanbauten gebildet haben, werden sie mit einer speziellen Fräse abgetragen. Freie Gelenkkörper, die sich entweder aus kleinen, abgesprengten Knochen- und Knorpelanteilen entwickelt haben oder von der Gelenkschleimhaut gebildet wurden, können entfernt werden. Aufgeraute Gelenkknorpelareale werden geglättet. Geht der Knorpelschaden bis auf den Knochen, wird bei kleineren Läsionen der Knorpel abgetragen und der darunter liegende Knochen mit einem speziellen Instrument aufgebrochen (Microfacturing). Durch das einströmende Blut bildet sich im Defektareal ein Ersatz-Narbenknorpel.
Mit Abstand am häufigsten wird die Arthroskopie am oberen Sprunggelenk durchgeführt. In einigen Fällen kann auch ein größerer Knorpeldefekt arthroskopisch durch eine OATS-Plastik ( Knochen- Knorpel- Transfer) versorgt werden.
In der Regel ist die Krankheitsdauer nach einer rein arthroskopischen Operation kürzer als nach einem offenen Gelenkeingriff (Arthrotomie).
Nachbehandlung:
Fadenzug nach 14 Tagen
Verband oder Gipsschiene
Je nach Eingriff Entlastung des Beins für wenige Tage bis einige Wochen

