PRESSE-INFO, 22. April 2008

Knie- und Hüftgelenksendoprothetik:

Gelenke minimal-invasiv ersetzen

Augsburg im Oktober 2007 (gb) - Arthrosen, wie Verschleißerkrankungen
der Gelenke im Fachjargon genannt werden, sind häufig auftretende Erkrankungen: Schätzungen gehen davon aus, dass hier zu Lande etwa fünf Millionen Menschen an arthrosebedingten Gelenkbeschwerden leiden.

Knie und Hüfte besonders betroffen
Eine Arthrose kann jedes Gelenk betreffen, besonders häufig ist sie an Hüfte und Knie zu finden. Dabei ist die Arthrose längst keine Erkrankung des Alters mehr, zunehmend betrifft sie auch Patientinnen und Patienten im Alter von 30 bis 40 Jahren. Frauen und Übergewichtige haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko, es wird aber auch eine erblich bedingte Veranlagung diskutiert. „Fehlstellungen, Überbelastung durch Arbeit und Sport sowie Verletzungen können diesen Prozess noch beschleunigen“, sagt Dr. Ralf Stapelfeldt, auf Endoprothetik spezialisierter Orthopäde an der HP-C.
Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind meist Folge eines fortgeschrittenen Knorpelschadens, bei dem auch der darunter liegende Knochen in Mitleidenschaft gezogen ist. In solchen Fällen kann der Einsatz eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenkes Schmerzen lindern und die gewohnte Beweglichkeit herstellen helfen. Schon heute werden in Deutschland pro Jahr etwa 50.000 künstliche Kniegelenke eingesetzt, bei den Hüften sind es bald vier Mal so viele.

Das minimal-invasive Vorgehen ermöglicht eine schnellere post-operative Mobilisation der Patienten

Minimal-invasiv mehr und mehr bevorzugt
Auch beim Gelenkersatz an Hüfte und Knie setzt sich mehr und mehr eine minimal-invasive Vorgehensweise durch. Dabei ist weniger die Länge des Hautschnittes gemeint, als das, was „unter der Haut“ passiert. Dr. Stapelfeldt verdeutlicht das am Beispiel einer minimalinvasiven Hüftoperation: „Während bei herkömmlichen Zugängen in den meisten Fällen Muskeln und Sehnen durchtrennt werden müssen, bleiben beim minimal-invasiven Vorgehen diese Strukturen erhalten“. Diese neuen Operationsmethoden werden zwar erst seit einigen Jahren angewandt, nach Ansicht von Dr. Stapelfeldt ist jedoch davon auszugehen, „dass sie der zukünftige Standard sein werden".

Individuelle Lösungen anbieten
Als „besonders wichtig“ für einen bestmöglichen Therapieerfolg hält Dr. Stapelfeldt eine individuelle Problemlösung. „Es ist heute unsere Aufgabe, für jeden Arthrose-Patienten ein Implantat zu wählen, das den individuellen Bedürfnissen sowie den anatomischen Begebenheiten am besten entspricht. Deshalb bieten wir an der HP-C in der Hüft- und Knieendoprothetik ein ausgewähltes Spektrum modernster Verfahren, die wirkliche Individuallösungen ermöglichen“, so der Orthopäde. Das Ausmaß und die Schwere des Gelenkschadens sind dann mit entscheidend dafür, welches Prothesenmodell
zum Einsatz kommt.

Schneller wieder fit
Ein wichtiger Vorteil des minimal-invasiven Vorgehens ist der, dass die Patienten sofort mobilisiert werden können. Auch werden die Schmerzen zumeist als geringer empfunden und der Klinikaufenthalt ist kürzer. Insgesamt trägt das alles dazu bei, dass die Patienten schneller wieder fit für den Alltag sind.