PRESSE-INFO, 23. Januar 2009


Nicht immer gleich „unter’s Messer“:

Konservative Strategien bei Rückenschmerzen

 
Augsburg, im Januar 2009 (gb) –
Ob als chronisches Leiden oder als plötzlich auftretender Hexenschuss, Rückenschmerzen sind ein Alarmzeichen und sollten unbedingt behandelt werden. Allerdings muss nicht immer gleich operiert  werden, denn auch bei Rückenschmerzen gibt es wirkungsvolle konservative Therapieansätze, wie bei der Vortragsveranstaltung „Wirbelsäulen-Winter“ in der Hessingpark-Clinic gezeigt wurde.

Caroline Baur (m.), Ltd. Physiotherapeutin, und die beiden Wirbelsäulenexperten Dr. Felix C. Hohmann (li.) und Dr. Karsten Wiechert (re.) stellten sich beim „Wirbelsäulen-Winter an der Hessingpark-Clinic den Fragen des Publikums. (Bild: Einwang)

Rückenschmerzen sind in Deutschland nach Infektionskrankheiten der zweit-häufigste Grund für einen Arztbesuch. Bei über der Hälfte der Patienten sind die Schmerzen chronisch, d.h. die Symptome dauern länger als drei Monate an. Der moderne Lebens- und Arbeitsstil, bei dem die sitzenden Tätigkeiten sowohl im Beruf als auch in der Freizeit deutlich über-wiegen.  „Dabei können die Rücken-probleme sowohl organische als auch psychische Ursachen haben“, sagten übereinstimmend Dr. Felix Hohmann Dr. Karsten Wiechert bei der Veranstaltung im Gartensaal der Hessing-Burg. Oft beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig.

Anfangs oft unspezifische Beschwerden
In der Anfangsphase verursachen Rückenprobleme oft nur ganz unspezifische Beschwerden wie Morgensteifigkeit, Verspannung oder Schwäche in den Beinen. „Solche Symptome werden entweder bagatellisiert oder durch Aktivität verdrängt“, erklärten die beiden Wirbelsäulen-spezialisten Hohmann und Wiechert. Später treten dann stärkere Beschwerden mit längerer Erkrankungsdauer auf. Man unterscheidet den plötzlich auftretenden Rückenschmerz (Lumbago) vom Wurzelreizsyndrom (Lumboischialgie) mit Kreuzschmerzen, die auch in die Beine ziehen. Auch beim Bandscheibenvorfall kann es zu starken Rückenschmerzen kommen.

Konservativ gegen den Schmerz 
Als häufigste körperliche Ursache für Rückenschmerzen bezeichneten Hohmann und Wiechert Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule. So können die Schmerzen beispielsweise ausgelöst werden durch Bandscheibendegeneration, Bandscheibenverschleiß ohne Vorfall, genetische Ursachen, Wirbelblockierungen und Wirbelgelenksverschleiß, Instabilitäten der Wirbelsäule oder auch eine Überbelastung oder ein  ungenügender Trainingszustand spezifischer Muskelgruppen. Nachdem in vielen Fällen zunächst mit konservativen Therapien noch Linderung erzielt werden kann, war zu dem Abend auch eine Expertin auf dem Gebiet der physikalischen Therapie als Co-Referenten eingeladen. Die Leitende Physiotherapeutin der Hessingpark-Clinic, Caroline Baur, zeigte aus der Sicht ihres Fachgebietes heraus auf, wie der Verschleiß an der Wirbelsäule durch Sport, gesunde Lebensweise, Manual- und Physiotherapie verhindert und – wenn schon eingetreten – behandelt und gebremst werden kann. War ein chirurgischer Eingriff dann unumgänglich, kann durch spezifische Nachbehandlungskonzepte, wie sie in der HP-C vom Team des Hessingpark-Trainings angeboten werden, die Rehabilitation optimiert werden. 

Nächste Veranstaltung am 11. Februar
Die nächste Veranstaltung im Rahmen des „Wirbelsäulen-Winters an der Hessingpark-Clinic findet am Mittwoch, 11. Februar, ab 19:30 Uhr im Gartensaal der Hessing-Burg statt: Thema wird sein: „Rund um die Halswirbelsäule: Schmerzursachen und effektive moderne Therapiemöglichkeiten“