Hüftchirurgie

Hüftschmerzen sind ein vielfach anzutreffendes Schmerzphänomen. In Deutschland leiden etwa zwei bis drei Millionen Menschen unter akuten oder chronischen Hüftschmerzen.

Wenn Patienten eine Einschränkung ihrer Mobilität beobachten und die gewohnten Aktivitäten zur Qual werden, wenn Krankengymnastik, Osteopathie und auch Schmerzmittel nicht mehr ausreichend helfen, dann ist die Frage nach einem künstlichen Hüftgelenkersatz oft nicht mehr zu umgehen. Da es eine Vielzahl an Prothesenmodellen und Vorgehensweisen gibt, ist Beratung und Information besonders wichtig.

Seit 2006 hat Dr. Ralf Stapelfeldt den Fachbereich "Endoprothetik an Hüfte und Knie" erfolgreich etabliert. Dr. Christian Griesmann setzt diese Arbeit seit 2013 fort und widmet sich seinem Spezialgebiet, dem Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter, während sich Dr. Ralf Stapelfeldt auf die konservative Orthopädie konzentriert.

Hüftendoprothetik

Wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen um Schmerzen zu kontrollieren und die Funktion eines Gelenks zu erhalten, ist es das Ziel, den Patienten durch schonende operative Eingriffe zu helfen. Bei bereits fortgeschrittenem Verschleiß kann ein Gelenkersatz (Endoprothese) angezeigt sein. Dabei werden möglichst nur die Anteile eines Gelenks ersetzt, die wirklich vom Verschleiß betroffen sind, intakte Strukturen werden erhalten. Die verwendeten Endoprothesen kommen in Funktion und Aufbau den natürlichen Gelenken sehr nahe. Die Materialien sind sehr gut verträglich, ermöglichen einen raschen und sicheren Einbau in die natürliche Knochenstruktur und bieten ein Höchstmaß an Abriebstabilität. Hüftprothesen können im Regelfall sofort voll belastet werden. Sichere Op-Methoden und ein Höchstmaß an Materialqualität ermöglichen es erfahrenen Operateuren, sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Das bringt den Patienten ein hohes Maß an Lebensqualität und dauerhaften Therapieerfolg.

Die Hüftendoprothetik hat sich durch die stetige Verbesserung der Operationstechniken, der Implantate und der Materialien zur weltweit erfolgreichsten operativen Versorgung der vergangenen Jahrzehnte entwickelt. Bei mehr als 90 Prozent der Patienten an der HP-C werden Kurzschaftprothesen eingesetzt, die aus Titan bestehen und die ohne Verwendung von Knochenzement implantiert werden können. Waren Kurzschaftprothesen der ersten Generation vorwiegend für junge Patienten mit sehr guter Knochensubstanz geeignet, können aktuelle Modelle auch bei vielen der älteren Patienten eingesetzt werden. Die Prothesen vereinen die Vorteile des weitreichenden Erhalts der Knochenstrukturen mit denen der perfekten Rekonstruktion der Anatomie und Biomechanik des Gelenks. Gleichzeitig erleichtern sie den schonenden Umgang mit den Weichteilen und können durch kleine Muskellücken implantiert werden.

Durch die optimierte Oberflächenstruktur ist ein problemloses und rasches Einwachsen auch unter früher Vollbelastung des Beines ohne Schmerzen ermöglicht.

Die Materialeigenschaften der im Haus verwendeten Pfanne kommen sehr nahe an diejenige des Beckenknochens und haben eine sehr ähnliche Elastizität. So soll auch hier, der Natur möglichst gekommen werden. Daten aus Operationsregistern zeigen, dass diese Pfannen mit Blick auf die sehr langen Standzeiten anderen Implantaten überlegen sind.