Fersensporn (Plantarfasziitis)
Fersensporn (Plantarfasziitis) ist die häufigste Ursache für Schmerzen unter der Ferse. Typisch sind Schmerzen morgens nach dem Aufstehen. Bereits mit den ersten Schritten können stechende Schmerzen in der Fersenmitte spürbar sein, die nach kurzer Zeit in dumpfe Schmerzen übergehen. Dies deutet auf einen Fersensporn hin, einen knöchernen Fortsatz am Fersenbein, der durch genetische Faktoren, Fehlstatik bzw. Fehlbelastung oder Übergewicht begünstigt wird.In unserem Fußzentrum werden Betroffene zunächst konservativ behandelt. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern und die normale Belastbarkeit des Fußes wiederherzustellen. Eine Operation ist nur selten notwendig.
Warum tut meine Ferse morgens weh?
Rund vier Millionen Menschen über 50 Jahre leiden, in Deutschland, an chronischen Fersenschmerzen, die häufig durch einen Fersensporn (Kalkaneussporn) verursacht werden. Dieser dornartige Knochenauswuchs kann entweder am Ansatz der Fußsohlensehne oder der Achillessehne am Fersenbein entstehen. Es wird zwischen zwei Typen unterschieden:
- Unterer, plantarer Fersensporn: Dieser entsteht an der Unterseite des Fersenbeins, wo die Plantarsehne ansetzt. Oft ist der knöcherne Auswuchs im Röntgenbild sichtbar, aber nicht immer mit Schmerzen verbunden. Es gibt auch Fälle, in denen Patienten Schmerzen empfinden, obwohl kein sichtbarer Sporn vorhanden ist.
- Oberer, dorsaler Fersensporn: Dieser tritt seltener auf und betrifft den Ansatz der Achillessehne an der Hinterseite des Fersenbeins. Auch hier ist die Schmerzursache oft eine chronische Entzündung, die mit dem Sehnenansatz verbunden ist.
Nicht der sichtbare Knochensporn verursacht die Schmerzen, sondern meist die Entzündung bzw. Reizung der Plantarfaszie.
Symptome eines Fersensporns
Die Symptome eines Fersensporns können stark variieren, insbesondere beim unteren, plantarer Fersensporn:
- Stechende oder brennende Schmerzen: Diese treten oft zu Beginn der Belastung oder nach Ruhephasen auf und sind besonders intensiv beim Aufstehen oder nach längerem Sitzen.
- Druckempfindlichkeit: Die betroffene Stelle reagiert empfindlich auf Druck, was sich beim Berühren oder Tragen von Schuhen bemerkbar macht.
- Schwellungen: Bei einem oberen Fersensporn kann es zu einer geröteten, schmerzhaften Schwellung an der Ferse kommen, häufig an der Stelle, wo der Schuh endet.
Es ist wichtig, die Symptome genau zu beobachten und bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um eine präzise Diagnose und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten.
Diagnose eines Fersensporns
Die Diagnose eines Fersensporns oder einer Plantarfasziitis beginnt mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch. Dabei werden die Beschwerden, deren Verlauf und typische Symptome wie morgendliche Fersenschmerzen erfasst.
Anschließend untersucht der Orthopäde den Fuß auf schmerzhafte Druckpunkte, Beweglichkeit, Fußstellung und Gangbild. Bei Bedarf kann eine elektronische Fußdruckmessung helfen, Fehlbelastungen zu erkennen.
Zur Sicherung der Diagnose kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz. Röntgenaufnahmen machen einen knöchernen Fersensporn sichtbar. Da die Schmerzen häufig von einer gereizten Plantarfaszie ausgehen, kann ergänzend eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein. Bei unklaren Befunden oder zum Ausschluss anderer Ursachen stehen in der Hessingpark-Clinic zudem Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine digitale Volumentomografie (DVT) direkt im Haus zur Verfügung. So können notwendige Untersuchungen und die anschließende Therapieplanung in vielen Fällen ohne zusätzliche Termine erfolgen.
Ursachen eines Fersensporns
Die Entstehung eines Fersensporns (Plantarfasziitis) ist in der Regel auf chronische Entzündungen an den Sehnenansätzen zurückzuführen, die durch Druck- und Zugbelastungen hervorgerufen werden. Zu den Risikofaktoren zählen:
- Langes Stehen: Übermäßige Belastung der Füße kann zu Entzündungen führen.
- Ungeeignetes Schuhwerk: Schuhe ohne ausreichende Dämpfung oder Unterstützung können Überlastungen begünstigen.
- Übergewicht: Zusätzliche Pfunde erhöhen den Druck auf die Füße.
- Fußfehlstellungen: Knick-Senkfuß und Hohlfuß können zu einer ungleichen Belastung führen.
- Verkürzte Achillessehne: Dies kann zu einer Überlastung der Plantarsehne führen und zur Entstehung eines Fersensporns beitragen.
Beide Varianten des Fersensporns können durch Kalkablagerungen als Reaktion auf chronische Entzündungen sichtbar werden. Diese Ablagerungen sind zwar für den Namen verantwortlich, jedoch nicht die einzige Schmerzursache. Auch das Fersenfettpolster spielt eine entscheidende Rolle: Bei dessen Rückbildung fehlt der natürliche Schutz vor übermäßiger Belastung, was zu zusätzlichen Schmerzen führen kann.
Behandlung eines Fersensporns
Konservative Behandlung
In der Regel führen konservative Behandlungsmethoden bereits zu einer spürbaren Verbesserung der Symptome. Sollten die Beschwerden jedoch weiterhin bestehen, wird eine operative Behandlung in Betracht gezogen. Diese erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Fußchirurgen der Hessingpark-Clinic, die auf die spezifischen Anforderungen und Techniken der Fußchirurgie spezialisiert sind.
Orthopädische Einlagen: Um den Druck auf die Ferse zu verringern, haben sich maßgefertigte Schuheinlagen als sehr effektiv erwiesen. Diese Einlagen sind mit einem speziellen Fersenpolster aus Silikon ausgestattet, das zusätzlichen Komfort bietet. Bei einem oberen Fersensporn können zudem feste Fersenkeile oder leichte Absatzerhöhungen sinnvoll eingesetzt werden. Diese Hilfsmittel tragen dazu bei, die Belastung zu reduzieren und unterstützen somit den Heilungsprozess der Entzündung.
Kältetherapie: Die Anwendung von Kälte, z. B. durch Kühlpacks oder Eis, kann helfen, die Schwellung zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern. Es wird empfohlen, die Kältepackung für 10-15 Minuten mehrmals täglich auf die betroffene Stelle aufzulegen.
Phonophorese: Hierbei handelt es sich um eine Methode, bei der Medikamente, meist entzündungshemmende Substanzen, mithilfe von Ultraschall in die tiefere Gewebeschicht eingebracht werden. Dies verstärkt die Wirkung des Medikaments und unterstützt den Heilungsprozess.
Iontophorese: Mit dieser Methode werden Wirkstoffe über ein elektrisches Gleichstromfeld in die Haut eingeschleust. Sie wird häufig eingesetzt, um Schmerzmittel oder entzündungshemmende Substanzen effektiv in die betroffenen Stellen zu transportieren, ohne dass eine Spritze erforderlich ist.
Lokale Injektionen: Bei hartnäckigen Beschwerden kann in die schmerzende Stelle des Fußes ein Gemisch aus Kortison und Lokalanästhetikum injiziert werden. Diese lokale Injektion führt in der Regel innerhalb von zwei Tagen zu einer deutlichen Schmerzreduktion, muss jedoch meist zwei- bis dreimal wiederholt werden. Alternativ ist auch eine lokale Infiltration mit homöopathischen Substanzen möglich.
Operative Behandlung
Eine Operation ist bei einem Fersensporn nur selten notwendig. Sie kommt erst dann in Betracht, wenn konservative Behandlungsmethoden über mehrere Monate keine ausreichende Linderung der Beschwerden erzielen und die Schmerzen den Alltag dauerhaft einschränken.
Ist ein operativer Eingriff erforderlich, erfolgt die Behandlung durch Spezialisten für Fußchirurgie, die über umfassende Erfahrung in der operativen Versorgung von Erkrankungen des Fußes verfügen. Je nach individuellem Befund kann der knöcherne Fersensporn minimalinvasiv entfernt werden, um den Druck auf das umliegende Gewebe zu reduzieren. Häufig ist hierfür nur ein kleiner Hautschnitt erforderlich, wodurch das Gewebe geschont und die Erholungszeit verkürzt werden kann.
Ergänzend oder alternativ kann eine partielle Fasziotomie durchgeführt werden. Dabei wird die Plantarfaszie gezielt teilweise gelöst, um die Zugspannung am Sehnenansatz zu verringern und die gereizten Strukturen dauerhaft zu entlasten. Ziel der Operation ist es, die Schmerzen zu lindern und die natürliche Funktion des Fußes wiederherzustellen.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Die Erfolgschancen einer Fersenspornbehandlung sind in der Regel hoch, insbesondere wenn frühzeitig mit der Therapie begonnen wird. Die Nachbehandlung umfasst oft gezielte Physiotherapie, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu fördern. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind wichtig, um den Fortschritt zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen an der Therapie vorzunehmen
Häufig gestellte Fragen
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Die Behandlung sollte durch erfahrene Orthopäden oder Spezialisten für Fußchirurgie erfolgen. Je nach Ursache kommen konservative Verfahren wie Physiotherapie, Einlagen oder Stoßwellentherapie infrage. Nur in wenigen Fällen ist eine Operation notwendig.
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Ein Fersensporn verursacht oft stechende oder brennende Schmerzen unter der Ferse, besonders nach dem Aufstehen am Morgen (sogenannte Anlaufschmerzen) oder nach längerem Sitzen. Die Schmerzen können während des Tages nachlassen, kehren jedoch bei längerer Belastung zurück.
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Zur schnellen Linderung der Beschwerden bei einem Fersensporn gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie ausprobieren können. Kühlen Sie die schmerzende Stelle mit Kühlpacks oder Eiswickeln, um Entzündungen und Schmerzen zu lindern. Vermeiden Sie langes Stehen oder Gehen und setzen Sie stattdessen auf weiche, gut gepolsterte Schuhe, um die Ferse zu entlasten. Regelmäßige Dehnübungen für die Plantarfaszie und die Wadenmuskulatur können Spannungen effektiv reduzieren und die Heilung fördern. Zusätzlich kann ein spezielles Taping angewendet werden, das den Fuß stützt und die Belastung verringert. Diese Maßnahmen können oft bereits kurzfristig zu einer Verbesserung führen.
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Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), wie Ibuprofen oder Diclofenac, können akute Schmerzen und Entzündungen lindern. In schwereren Fällen können gezielte Kortison-Injektionen in die betroffene Stelle helfen, allerdings sollten diese sparsam und nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden.v
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Eine Operation ist nur selten erforderlich. Sie kommt in Betracht, wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung über sechs bis zwölf Monate bestehen und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist. Vor einer Operation sollten alle nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sein. Ziel des Eingriffs ist es, die schmerzauslösenden Strukturen zu entlasten. Ob eine Operation sinnvoll ist, wird individuell nach einer gründlichen Untersuchung entschieden.
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Der knöcherne Fersensporn bildet sich in der Regel nicht zurück. Häufig verursachen jedoch nicht der Knochensporn selbst, sondern die gereizte Plantarfaszie die Schmerzen. Mit einer geeigneten konservativen Behandlung können die Beschwerden vollständig verschwinden – auch wenn der Fersensporn im Röntgenbild weiterhin sichtbar bleibt. Viele Betroffene werden dadurch dauerhaft beschwerdefrei.
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Regelmäßige Dehn- und Kräftigungsübungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen bei einer Plantarfasziitis.
Empfohlen werden insbesondere:
- Dehnung der Plantarfaszie durch Heranziehen der Zehen Richtung Schienbein
- Wadendehnung an der Wand
- Fußsohle über einen Igelball oder eine Faszienrolle ausrollen
- Kräftigungsübungen der Fußmuskulatur, beispielsweise mit einem Handtuch oder durch Zehengreifen
- Gleichgewichtsübungen zur Stabilisierung des Fußes
Die Übungen sollten täglich durchgeführt werden. Bereits wenige Minuten pro Tag können dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und Rückfällen vorzubeugen.
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Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit hängt von der Schwere der Symptome und den beruflichen Anforderungen ab:
- Berufe mit wenig Belastung: In der Regel keine oder nur kurze Krankmeldung erforderlich.
- Steh- oder Laufberufe: Je nach Therapie und Beschwerden können 1–3 Wochen Auszeit notwendig sein.
Langfristige Maßnahmen wie Physiotherapie und das Tragen von Einlagen können den Heilungsprozess unterstützen.
Unsere Fußchirurgen behandeln seit vielen Jahren Patienten mit chronischen Fersenschmerzen und entwickeln individuelle Therapiekonzepte – von konservativen Maßnahmen bis zu minimal-invasiven Eingriffen.
Knochenbrüche, auch als Frakturen bezeichnet, sind häufige Verletzungen, die sowohl im Alltag als auch bei sportlichen Aktivitäten auftreten können. Diese unglücklichen Vorfälle können zu schmerzhaften Brüchen führen, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern. Mit der richtigen Therapie heilen die meisten Knochenfrakturen gut, sodass die Betroffenen schnell wieder zu ihren gewohnten Aktivitäten zurückkehren können. Unser Ziel in der Hessingpark-Clinic ist es, Ihnen die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten, damit Sie schnell und sicher zu Ihrer gewohnten Lebensqualität zurückkehren können.
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