Knieprothese
Wenn konservative Behandlungsmethoden nicht mehr ausreichen, um Schmerzen zu lindern oder die Funktion eines Kniegelenks zu erhalten, kann ein operativer Eingriff notwendig werden. Besonders bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß bietet der Einsatz einer Knieendoprothese eine effektive Lösung. Das Ziel dieses Eingriffs ist es, nur die betroffenen Bereiche des Gelenks zu ersetzen, während intakte Strukturen erhalten bleiben. Moderne Endoprothesen sind in Funktion und Aufbau den natürlichen Gelenken sehr ähnlich und bestehen aus Materialien, die gut verträglich und äußerst abriebfest sind.
Ursachen für den Gelenkersatz
Die häufigste Ursache für den Einsatz einer Knieprothese ist der fortschreitende Gelenkverschleiß, insbesondere durch Arthrose. Bei dieser Erkrankung baut sich der schützende Knorpel des Gelenks ab, was zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führt. Risikofaktoren sind unter anderem:
- Alter
- Genetische Veranlagung
- Übergewicht
- Frühere Knieverletzungen oder Operationen
Wenn diese Abnutzung nicht mehr mit konservativen Methoden behandelt werden kann, ist der Gelenkersatz eine geeignete Lösung.
Teilersatz und Totalendoprothese
Je nachdem, wie stark das Kniegelenk betroffen ist, kann entweder ein Teilersatz oder eine Totalendoprothese notwendig sein. Die Unterschiede sind:
- Teilersatz: Nur der verschlissene Bereich des Gelenks wird ersetzt, während gesunde Strukturen wie Knorpel und Bänder erhalten bleiben. Diese Methode ermöglicht eine schonende Operation und eine schnellere Genesung.
- Totalendoprothese: Bei starkem Verschleiß, der mehrere Bereiche des Knies betrifft, wird das gesamte Gelenk ersetzt.
Operative Techniken und Materialien
Moderne Knieprothesen werden mit höchster Präzision und unter Verwendung von hochwertigen, abriebfesten Materialien eingesetzt, die sich gut in die natürliche Knochenstruktur integrieren. Dank minimal-invasiver Techniken sind die operativen Eingriffe sicher und schonend, und die Patienten können in der Regel das operierte Knie unmittelbar nach der Operation voll belasten. Das EndoConcept-Programm der Hessingpark-Clinic bietet Ihnen eine ganzheitliche Betreuung – von der optimalen Vorbereitung über die maßgeschneiderte Behandlung bis hin zur sorgfältigen Nachsorge. Die langjährige Erfahrung der Spezialisten in der Hessingpark-Clinic, wie Dr. Christian Griesmann und Dr. Oliver Holub, gewährleistet eine hohe Erfolgsrate und langanhaltende Zufriedenheit der Patienten. In Verbindung mit modernsten Rehabilitationsmethoden und individuell angepassten Trainingsprogrammen sorgen wir dafür, dass Sie schnellstmöglich wieder in Ihren Alltag zurückkehren können.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Die Nachbehandlung beginnt sofort nach der Operation, um die Beweglichkeit des Kniegelenks schnell wiederherzustellen. In der Hessingpark-Clinic kommt das speziell entwickelte Rehabilitationsprogramm EndoConcept zum Einsatz. Wichtige Elemente der Nachbehandlung sind:
- Frühzeitige Mobilisation: Ermöglicht eine schnelle Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit.
- Gezielte Physiotherapie: Fördert die Stärkung der Muskulatur und die Stabilisierung des Gelenks.
Moderne Knieprothesen ermöglichen eine sofortige Belastung des operierten Knies, was den Genesungsprozess beschleunigt.
Häufig gestellte Fragen
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In der Regel benötigen Patienten nach dem Eingriff zwischen drei und fünf Wochen Krücken, wobei dies individuell variieren kann. Die vollständige Genesung ist in der Regel nach etwa sechs Monaten erreicht.
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Eine Rehabilitation nach einer Knie-OP ist unbedingt notwendig. In der Hessingpark-Clinic Therapie und Training bieten wir eine gezielte Reha, die speziell auf den Erfolg der Operation abgestimmt ist. Eine behutsame und kontrollierte Mobilisierung spielt eine entscheidende Rolle für die vollständige Genesung. Dies gilt nicht nur nach der Implantation einer Knieprothese, sondern auch nach Eingriffen wie einer Meniskus-Operation oder einer Umstellungsosteotomie. Eine frühzeitige und effektive Reha hilft, die Beweglichkeit des Knies wiederherzustellen und langfristige Komplikationen zu vermeiden.
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Extreme Bewegungen, hohe Belastungen und Stoßbelastungen sollten mit jedem künstlichen Gelenk vermieden werden. Es wird empfohlen, stoßdämpfendes Schuhwerk zu tragen. Sportarten wie Radfahren, Walken und Schwimmen können jedoch problemlos ausgeübt werden.
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Der Grad der Schwerbehinderung (GdS) bei Knieprothesen hängt von der verbleibenden Bewegungseinschränkung und der Belastbarkeit des Knies ab. Der Mindest-GdS für eine einseitige Knieprothese liegt bei 30, während der GdS für den Kniegelenkersatz beider Knie bei 50 liegt. Eine Schwerbehinderung wird ab einem GdS von 50 anerkannt, was beim Einsatz einer Prothese für beide Knie erreicht wird.
Bei Ihrem Besuch in der Sprechstunde führen Dr. Griesmann und Dr. Holub eine ausführliche Anamnese und klinische Untersuchungen durch. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall oder Kernspintomografie helfen unseren Spezialisten bei der Diagnostik und Therapieempfehlung. Alternative Behandlungsmethoden werden eingehend erklärt und bei Bedarf eingeleitet. Die mögliche Entscheidung für ein Kunstgelenk treffen die Mediziner gemeinsam mit Ihnen. Sie besprechen mit Ihnen die Therapieschritte, erläutern Ihnen den Eingriff am Modell und beantworten ausführlich all Ihre Fragen.
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