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Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS)

Wenn Sie im Laufe der Jahre feststellen, dass Ihre Beine bei Belastung – etwa beim Stehen oder Gehen – müde werden, könnte dies auf eine Spinalkanalstenose hindeuten. Diese Erkrankung entsteht durch degenerative Veränderungen, die den Wirbelkanal, in dem die Nerven verlaufen, zunehmend verengen.

Wirbelsäule von Mann, der sich Rücken hält | © Hessingpark-Clinic

Effektive Behandlung für einen schmerzfreien Rücken

Betroffene Menschen sind in Ruhe oft weitgehend beschwerdefrei, berichten jedoch typischerweise von ausstrahlenden Schmerzen im Gesäß und in den Beinen, die sich bei Belastung verstärken. Die Gehstrecke verringert sich, häufig begleitet von Gangunsicherheit. Zudem können Taubheitsgefühle oder Kribbeln auftreten. Unter Entlastung, wie beim Sitzen oder Liegen, erfahren die Betroffenen eine Linderung ihrer Beschwerden. Viele müssen beim Gehen häufiger Pausen einlegen, was als „Schaufensterkrankheit“ bekannt ist. 

Was ist eine Spinalkanalstenose?

Der Wirbelkanal (Spinalkanal) ist der geschützte Raum innerhalb der Wirbelsäule, in dem die Nerven verlaufen, ähnlich wie in einem Rohr. An jeder Wirbelsäulenebene treten Spinalnerven aus dem Wirbelkanal aus und werden zu peripheren Nerven, die in die Beine ziehen. Bei einer Spinalkanalstenose kommt es zu einer Verengung des Kanals, was zu Druck und Kompression der Nerven innerhalb dieses Raums führt. Die Symptome können je nach den betroffenen Nerven variieren und äußern sich häufig in Schmerzen oder anderen Beschwerden in den Beinen.

Bild zeigt einen gesunden Wirbel mit intakter Bandscheibe | © Hessingpark-Clinic

Darstellung eines gesunden Wirbels mit intakter Bandscheibe im Vergleich zu einem Wirbel mit Stenose und degenerierter Bandscheibe.

Ursachen der Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose entwickelt sich im Laufe des Lebens, häufig aufgrund degenerativer Veränderungen, die im höheren Alter zunehmen. Zu den Hauptursachen zählen:

  1. Bewegungsmangel und Fehlhaltungen: Zu wenig Bewegung schwächt die Rückenmuskulatur. Die Wirbelsäule wird nicht mehr optimal gestützt. Auch eine falsche Körperhaltung, etwa starre Sitzpositionen vor dem Computer, belasten den Rücken.
  2. Übergewicht: Durch körperliches Übergewicht ist die Wirbelsäule dauerhaft einen hohen Druck ausgesetzt. Das kann zur schnelleren Abnutzung von Bandscheiben und Wirbelabschnitten führen. Das gilt auch, wenn jemand im Beruf über Jahre hinweg täglich schwere Lasten tragen und heben muss. Tätigkeiten im Handwerk, Baugewerbe, Logistik oder Pflege bergen daher ein erhöhtes Risiko für eine spinale Stenose.
  3. Genetik: Erbliche Faktoren beeinflussen ebenfalls die Festigkeit von Bandscheiben und Bindegewebe. Auch bei schlanken, sportlichen und jungen Menschen können sich daher deutliche Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule zeigen.
  4. Alter: Mit zunehmendem Alter sind degenerative Veränderungen häufiger anzutreffen. Die Bandscheiben nehmen an Höhe ab, Knochen und Bänder werden dicker.

Behandlung der Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS)

Die Behandlung einer Spinalkanalstenose ist nicht immer operativ notwendig. Nach einer genauen Diagnostik entwickeln unsere Fachärzte ein maßgeschneidertes Therapiekonzept basierend auf der Schwere der Erkrankung und Ihren individuellen Bedürfnissen:


Konservative Behandlung

  • Physiotherapie: Stärkung der Rückenmuskulatur und Verbesserung der Flexibilität
  • Schmerzmedikation: Zur Linderung der akuten Beschwerden
  • Gezielte Übungen: Um die Lebensqualität zu verbessern
  • Injektionen: Gezielte Infiltrationen zur Schmerzlinderung


Operative Behandlung

Bringen konservative Maßnahmen keine Besesrugn, kann eine Operation zur  Erweiterung des Wirbelkanals angeraten sein. Dieses Verfahren wird als Dekompression bezeichnet. 

Der operative Eingriff erfolgt in der Regel minimal-invasiv in Schlüssellochtechnik. Dabei werden Knochen und Bänder, die sich über die Zeit verdickt haben, operativ abgetragen. Dies hat zur Folge, dass die Nerven vom Druck befreit werden und die Beschwerden sich zurückbilden. 

Querschnitt eines Wirbels mit einem verdicktem Band und eingeklemmter Nervenwurzel vor der Operation im Vergleich zum Zustand nach der Operation.

Rehabilitation und Nachbehandlung

Eine gezielte Nachbehandlung und Rehabilitation mit Stärkung der Rürumpfmuskulatur sind entscheidend für die Rückkehr zu einem aktiven Lebensstil.

Erfolgschancen

Eine Operation bei Spinalkanalstenose zeigt in der Regel sofortige positive Effekte. Bei etwa 80 Prozent der Patient berichten wir von einer langfristigen Verbesserung ihrer Beschwerden. Die niedrige Komplikationsrate macht diese chirurgische Intervention auch für ältere Patientinnen und Patienten im Alter von 70 bis 90 Jahren zu einer sinnvollen Therapieoption.
Die Mehrheit der Patienten, etwa 70 bis 80 Prozent, erlebt eine sofortige Schmerzlinderung nach dem Eingriff. Die Gehstrecke normalisiert sich oder verlängert sich signifikant, und diese Verbesserungen halten oft über Jahre an. Besonders ausgeprägt ist der Erfolg der Operation bei Beinschmerzen, während auch Rückenschmerzen häufig zurückgehen.

Unsere Expertise für Ihre Gesundheit

Die Experten der Hessingpark-Clinik sind auf verschleißbedingte Erkrankungen der Wirbelsäule spezialisiert und bieten Ihnen die bestmögliche, individuelle Behandlung. Wir sind hier, um alle Ihre Fragen zu beantworten und Sie auf Ihrem Weg zu einem schmerzfreien Rücken zu unterstützen.

Häufig gestellte Fragen:

  • Im Gegensatz zu einem einfachen Bandscheibenvorfall kann sich eine Spinalkanalstenose nicht von selbst zurückbilden. Auch die Ursache der Beschwerden, nämlich die knöcherne Verengung des Spinalkanals, lässt sich nicht rückgängig machen.

  • Bei einer Spinalkanalstenose sollten Sie Aktivitäten, Körperhaltungen oder Bewegungen vermeiden, die die Wirbelsäule zusätzlich belasten könnten. Dazu gehören beispielsweise langes Sitzen oder Stehen, das Heben schwerer Gegenstände sowie das Einnehmen einer Hohlkreuzhaltung. Auch die Bauchlage wird nicht empfohlen.

  • Viele Patienten geben an, dass sie mit einem Stock besser gehen können und besonders beim Bergauflaufen weniger Schwierigkeiten haben. Beim Bergabgehen hingegen, bei dem man sich nach hinten lehnen muss, treten häufig mehr Probleme auf. Diese Beschwerden entstehen oft durch Verschleiß, der zu Knochenzacken und Knochenanbauten an den Wirbeln führt.

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